AUSGEWÄHLTE GIPFELBLICKE
                    © Erich Arndt
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     Ausgewählte Gipfelblicke    KALA PATTHAR
5.545 m
Geografie: Der   Kala   Patthar    ist   eigentlich   ein   Vorgipfel   des   7.161   m   hohen   Pumori.   Er liegt   im   Mahalangur   Himal    in   der   Region   Khumbu   Südosten   Nepals.   Als Aussichtspunkt   bietet   der   Kala   Patthar   einen   beeindruckenden   Blick   auf   den Mount     Everest,     Lhotse     und     Nupse.     Er     gehört     zu     den     beliebtesten Trekkingziele im Khumbugebiet. Unsere Aufstiegsroute: Die   Besteigung   des   Berges   erfolgt   von   der   Siedlung   Gorak   Shep   aus.   Einem sichtbaren   Pfad   folgend   geht   anfangs   auf   guter   Furt   den   Bergrücken   hinauf und später über Blockgestein zum Gipfel. Unsere Abstiegsroute: Der Abstieg erfolgt in der Dunkelheit über die Aufstiegsroute.   Anstrengung: Der Gipfelaufstieg ist eine relativ einfache Bergwanderung. Die Passagen über das Blockgestein sind etwas anstrengend. Ebenso belastend ist mit zunehmender Höhe die trockene und dünne Luft. Ausrüstung: Trekkingschuhe und dem  Wetter angebrachte Schutzkleidung. Gefahren: Höhenanpassung erforderlich. Bemerkungen: Die   Bezeichnung   Kala   Patthar   bedeutet   Schwarzer   Stein “.   Da   der   Südgipfel „nur“ 5.545 m hoch ist, zählt er in Nepal offiziell nicht zu den Bergen.
Letzte Aktualisierung: 03.03.2018
Mittlerweile   sind   schon   zwei   Wochen   vergangen.   Die   Zeit   hat   einen anderen   Stellenwert   bekommen.   Die   Nacht   ist   kalt,   da   täuscht   auch die      nur      2 °C      warme “      Schlafkammer      nicht      hinweg.      Der Verdauungsprozess   des   Yak-Steaks   fällt   wesentlich   intensiver   aus   als gedacht.   An    einen    geruhsamen    Schlaf    ist    bei    mir    lange    nicht    zu denken.     Hinzu     kommt     in     der     Morgenstunde     eine     weitere Schlafstörung.   Eine   früh   aufbrechende   Gruppe   (Australier)   poltern mit   den   Bergschuhen   derartig   laut   über   den   Holzfußboden   der   oberen Etage, dass man fast aus dem Schlafsack fällt. Von   Tag   zu   Tag   ist   festzustellen,   dass   die   Hustenserenade “   bei   den Wanderern   zunimmt.   Die   Ursache   liegt   förmlich   in   der   Luft.   Die kalte   und   trockene   Hochgebirgsluft   zieht   die   Muskeln   der   Bronchien zusammen.    Die    Folge:    Die   Atmung    erschwert    sich    –    Reizhusten stellt   sich   ein.   Der   effektivste   Schutz   gegen   den   Kumbuhusten “   ist ein Tuch vor dem Mund zu binden, durch das man ein- und ausatmet. Der    Tag    beginnt.    7:00    Uhr    Frühstück:    Toast    mit    Honig    und Marmelade,    Cornflakes    mit    Milch,    vegetarisches    Omelette.    Am Mittwoch    startet    die    Gruppe    um    7:45    Uhr.    Ein    weiterer    schöner Sonnentag   wird   den   Trekkern   gewährt.   Die   Tour   geht   von   Lobuche nach   Gorak   Shep.   Am   Nachmittag   steht   die   Gipfelbesteigung   des Südgipfels des Kala Patthar (5.545 m) auf dem Programm. Der   am   Rande   des   Khumbu   Gletschers   verlaufende   Weg   steigt   nur 230   Höhenmeter   bis   nach   Gorak   Shep   an.   Vegetation   und   kleine Ortschaften   gibt   es   in   dieser   alpinen   Hochgebirgszone   nicht   mehr. Die   bisherige   Einsamkeit   hat   jetzt   endgültig   auf   dem   direkten   Weg zum    Basislager    des    Mount    Everest    ihr    Ende    gefunden,    denn zahlreiche Trekker und Bergsteiger sind auf dem Trail unterwegs. Nach   drei   Stunden   Gehzeit   ist   die   letzte   Sherpa-Siedlung   Gorak   Shep und    unser    Quartier,    die    BUDDHA    LODGE,    erreicht.    Dank    der Organisation   unserer   Guides   klappt   es   trotz   des   Besucheransturms mit    einer    ordentlichen    Schlafgelegenheit.    Die    Schlafkammer    ist sauber,    die    Ablage    beengt,    Haken    fehlen    wie    fast    überall.    Der höchste    Übernachtungsort    des    Khumbu    liegt    auf    einer    Höhe    von 5.140 m.   In Anbetracht   dieser   Umstände   sind   die   beiden   Lodges   von Gorak   Shep   überraschend   komfortabel   eingerichtet.   Natürlich   darf
man   keine   Wunderdinge   hinsichtlich   der   hygienischen   Verhältnisse erwarten. Die   Unterkunft   befindet   sich   schließlich   330 Höhenmeter   über   dem Gipfel   des   Mont   Blanc.   Hoch   über   uns   beherrscht   der   Pumo   Ri   (7.165 m)   und   der   Nupse   (7.864   m)   die   Szene.   Der   schneefreie   Kala   Patthar (schwarzer   Stein)   erscheint   gegenüber   den   Riesen   als   kleiner Wander- und   Aussichtsberg.   Nachdem   ein   Teller   Spaghetti   verspeist   ist,   wird geruht,   denn   ab   15:00   Uhr   soll   es   auf   den   Gipfel   gehen.   Mit   wenig Gepäck   findet   sich   die   gesamte   Gruppe   zur   vereinbarten   Zeit   vor   der Lodge   ein.   In   zwei Aufstiegsstunden   soll   der   Gipfel   erreicht   sein,   um das Farbspiel des Sonnenunterganges am Mount Everest zu erleben. Der   Weg   zum   Gipfel   wird   kein   Spaziergang,   nach   anfänglich   steiler Passage   wird   es   steinig.   Nach   einer Aufstiegsstunde   geht   es   nur   noch über    Geröll    und    zunehmend    größer    werdende    Gesteinsbrocken. Einem   Bergfreund   fällt   der   Aufstieg   sichtbar   schwer,   er   bildet   die Nachhut.     Brigitte     kämpft     mit     der     dünnen     Luft.     Nach     zwei Aufstiegsstunden    sind    die    flatternden    Gebetsfahnen    am    Gipfel    zu sehen.   Es   dauert   noch   eine   halbe   Stunde,   bis   auch   dieser   Abschnitt bewältigt   ist.   Alle   Last   fällt   ab   –   es   ist   geschafft.   Der   Kala   Patthar   5.545 m   über   dem   Meeresspiegel   ist   besiegt.   Traumhafte   Bilder   sind der   Lohn   für   die   Mühen.   Die   Eisgiganten,   vom   Everest   bis   zur   Ama Dablam,   stehen   im   flammenden   Licht   der   untergehenden   Sonne.   Das Naturschauspiel    können    die    Spätankommenden    am    Gipfel    nur    15 Minuten genießen, danach ist alles vorbei. Der   Abstieg   erfolgt   im   Schein   der   Stirnlampen.   Zwei   Bergfreunde stürmen     vorweg     und     verlaufen     sich.     Nach     einer     erfolgreichen Suchaktion   werden   sie   wieder   eingefangen   –   Glück   gehabt!   Gegen 18:45    Uhr    ist    die    aufregende    Bergfahrt    beendet.    2:30    Stunden Aufstieg,   1:15   Stunden   Abstieg!   Was   bleibt   ist   nunmehr   Erinnerung, ist der Traumblick auf den Mount Everest. Ausgepowert    löffeln    die    Bergsteiger    eine    Rara    Nudelsuppe    und verspeisen   die   gefüllten   Teigtaschen,   die   sich   Momo   Steam   nennen. Der   Schlafsack   wird   nach   dem   Abendessen   zum   schönsten   Ort,   den man sich nach der Aufstiegstour wünscht.
Im Reisetagebuch geblättert (Mittwoch, 02.11.2011)                                                                                                               Sonnenuntergang am Mount Everest
 Blick auf den Kala Patthar - im Hintergrund erhebt sich der Pumo Ri Zwei "Rotnasen" auf dem Kala Patthar Unsere Trekkingroute von Lobuche nach Gorak Shep Auf dem Weg nach Gorak Shep Der höchste Übernachtungsort im Khumbu ist erreicht (5.140 m) In der BUDDHA LODGE wird übernachtet Aufbruch zum Gipfel des Kala Patthar Die Täler versinken unter den Wolken Im oberen Teil geht es über Blockgestein Geschafft! Die Spitze des Kala Patthar ist erklommen Der Pumo Ri ist 7.165 m hoch Die Ama Dablam zeigt ihre Spitze Die Ama Dablam ist mit 6.814 m Höhe das Matterhorn Nepals Sonnenuntergang am Mount Everest (Mitte) - im Vordergrund: links steht der Changtse und rechts der Nuptse
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